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Willkommen in die Stadtbibliothek Valašské Meziříčí

Die Stadtbibliothek in Valašské Meziříčí befindet sich in einem wertvollen historischen Gebäude im Ortsteil Krásno. Dieses Gebäude war lange Jahrhunderte hindurch Rathaus des ursprünglich selbständigen Städtchens und heute bietet es ein repräsentatives Heim für Liebhaber von Büchern und moderner Informationstechnik.

Bibliothekbestand:

Tschechische Bücher, Zeitungen, Zeitschriften
Fremdsprachliche Literatur
Landkarten, Reiseführer
Regionale Literatur der Walachei
Enzyklopädien, Wörterbücher, Lexiken, Handbücher
Gesetzesammlungen
Musikalien
CD
Schallplatten
Tonbandbücher auf MC
Enzyklopädien und Unterrichtsprogramme auf CD-ROM

 

Telefon: (+420) 571 621 589
Email:
 sluzby@mekvalmez.cz

Öffnungszeiten   Juli und August
Montag 9 – 18  9 – 17
Dienstag 12 – 17  12 – 17
Mittwoch 9 – 18  9 – 17
Donnerstag 12 – 17  geschlossen
Freitag 9 – 18  9 – 17
Sammstag 8 – 11  geschlossen

Geschichte

Die Stadtbibliothek in Valašské Meziříčí befindet sich in einem wertvollen historischen Gebäude im Ortsteil Krásno. Dieses Gebäude war lange Jahrhunderte hindurch Rathaus des ursprünglich selbständigen Städtchens und heute bietet es ein repräsentatives Heim für Liebhaber von Büchern und moderner Informationstechnik.Die Geschichte des Rathausgebäudes von Krásno ist Bestandteil einer langen und komplizierten Entwicklung von Krásno nad Bečvou, eines Städtchens, dessen Anfänge bis in den Zeitraum des 12. oder 13. Jahrhunderts reichen. Die erste schriftliche Erwähnung, die die Existenz des Dorfes Krásno beweist, kommt aus dem Jahre 1299.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war dieses Dorf im Besitz der Markgrafen von Mähren, das von ihnen zu Lehen gegeben wurde, und dessen Teil einem Rittergeschlecht gehörte, das sich von Krásno schrieb, und in dessen Wappen ein Hirsch war.

Auch die Nachricht aus dem Jahre 1374 beurkundet die Aufteilung von Krásno in zwei Teile. Ein Drittel des Dorfes gehörte seit 1348 dem Astrologen Oldřich Kortelang. Der war zugleich seit 1376 Halter des Bischofslehens mit der Festung Arnoltovice in dem heutigen Ortsteil Poličná, aber auch der sog. Schönstadt, später Meziříčí genannt. Den größeren Teil des Dorfes Krásno – d. h. seine übrigen zwei Drittel – erwarb als Lehen Angehöriger des bedeutenden Adelsgeschlechtes Vok von Kravaře.

Im Jahre 1465 erhält das Dorf Krásno von Jan von Cimburk das Privilegium auf Heimfall und später weitere Vorrechte. Im Jahre 1491 wurde Krásno von dem böhmischen König Vladislav Jagellone zum Städtchen erhoben. Im Jahre 1516 waren hier 49 Bauerngüter, es war also um eine Hälfte größer als naheliegende Vsetín oder Rožnov. Bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts hatte Krásno ein eigenes Rathaus. Doch darüber, wo dieses Rathausgebäude stand, und wie war seine Gestalt, gibt´s keine Belege.

Im Jahre 1538 wird zum Herrschaftsbesitzer Jan von Pernštejn. Zu seiner Zeit wurde Krásno zu Meziříčí als seine Vorstadt angeschlossen. Die Bürger von Krásno mußten ihr Rathausgebäude verkaufen und das erworbene Geld dem Stadtrat in Meziříčí übergeben.

Im Jahre 1555 erwirkten die Einwohner des Städtchens Krásno wiederum die Trennung von Meziříčí und schafften sich ein neues Rathausgebäude an, zu dessen Zwecken sie ein Haus von einem Ansässigen gekauft hatten. Dieses Haus hörte nach einer bestimmten Zeit auf, ihnen gerecht zu sein, und dehalb entschlossen sie sich, ein größeres Haus zu kaufen.

Im Jahre 1580 kaufte die Gemeinde zu diesem Zweck für 500 Gulden ein Haus vom Grundherrn – Herrn Bernard von Zierotin, der dieses Haus vorher einer bestimmten Anna von Kunčice “wegen ihres liederlichen Benehmens, das sie gegen den Herrn Gott und dessen heiliges Gebot führte” konfiszierte. Die Kaufsumme wurde von der Gemeinde während der folgenden 32 Jahre zurückbezahlt…

Seit 1580 hört man dann fast zwei Jahrhunderte hindurch über das Rathausgebäude in Krásno gar nichts. Wir wissen doch, daß trotz der mit dem 30-jährigen Krieg verbundenen Schicksalsanschläge wußte die Bewohner von Krásno ihre Stadtprivilegien und Grundbücher vor Plünderung und Feuern zu schützen. Und die wurden fast immer im Rathaus aufbewahrt. Außer den Kriegsereignissen wurde der Rathausgebäudezustand auch durch Überschwemmungen des Flusses Rožnovská Bečva bedroht.

In den Jahren 1765-1766 kommt laut Denkaufzeichnungen zu einer umfangreichen Wiederherstellung des Rathausgebäudes. Auf die Gemeindekosten wird es auf Stock aufgebaut, mit einem Altan sowie mit einem Außentreppenaufgang versehen. Das Gebäude hat nur einen auf die nordöstliche Seite zum Stadtplätzchen von Krásno gewandten Giebel. Das Rathaus diente zu Sitzungen des Stadtrates, und darin ist auch die Schule von Krásno mit Lehrstube im ersten Stock sowie mit Lehrerwohnung im Erdgeschoß untergebracht. Dieser Zustand dauerte bis zum Jahre 1790, als die Gemeinde von Krásno ein selbständiges Schulgebäude erbaute.

Im Jahre 1877 vermietet die Gemeinde das Rathauserdgeschoß dem Fleischer Antonín Zrůnek, der dort eine Fleischerei und Selcherei errichtete und die später von seinem Sohn betrieben wurde.

Durch die Entwicklung wird auch die nächstliegende Umgebung des Rathauses betroffen. Zu der südöstlichen Giebelmauer wird im Jahre 1900 statt Schuppen ein gemauertes ebenerdiges Feuerwehrzeughaus zugebaut. Das gemauerte Vordach in der Nische, in der Stirnwand zwischen dem Altan und der Umfassungsmauer vom Ende des 19. Jahrhunderts, wird durch einen hölzernen Verkaufskiosk mit Angebot von Zeitungen, Tabak und Hörnchen ersetzt. Der Rathauskeller diente als vorübergehender Gemeindearrest, später verwahrte hier ihre Waren vor Unwetter die Gemüsehändlerin Antonie Brožová, Mutter des späteren bedeutenden Malers und Nationalkünstlers Josef Brož (1904-1980). Direkt unter dem in den 1. Stock führenden Treppenaufgang befand sich ein kleines Stübchen, wo František Zuzaňák sein Schusterhandwerk betrieb. An der Nordseite in Richtung vom Stadtplatz grenzte das Rathausgebäude an die Gemeindewaage.

Am 1. Januar 1924 vereinigt sich Krásno schon zum zweitenmal mit Valašské Meziříčí. In den Raum der aufgehobenen Gemeindekanzlei werden das Lesezimmer und die Bücherei der beiden vereinigten Städte untergebracht, weiter befindet sich im 1. Stock das Wachzimmer der Gemeindepolizei. Im Erdgeschoß ist auch weiterhin die Fleischerei untergebracht.

In den 30. Jahren des 19. Jahrhunderts befinden sich im Erdgeschoß des Rathausgebäudes von Krásno die Wohnung des Gerichtsdieners und 3 als Lagerraum und Arrest augenützte Kammern. Der Stadtrat hält seine Sitzungen in einem großen als Büro eingerichteten Raum im 1. Stock ab.

Der erste Rathausstock diente eindeutig dem Gemeindebürobedarf, die Ausnützung des Erdgeschosses wurde oft geändert. Im Jahre 1842 wurde aus zwei bisherigen Lagerräumen für Gemeindeinventar eine Herberge für Gemeindearme und eine Leichenkammer errichtet.

Das Rathausgebäude grenzt zu dieser Zeit an zwei andere Gemeindeobjekte – an einen Schuppen für Feuerwehrzeug und an eine Wachbude, die bei Unwetterzeit das Obdach für Nachtwächter, bzw. für Militärwache bietet.

Im Jahre 1848 kam in der Ausnützung des Rathausgebäudes zu einer weiteren Änderung. Die den Gemeindearmen zur Übernachtung dienenden Räumen im Erdgeschoß wurden in einen Ausschank umgebaut, der von der Gemeinde vermietet wurde. Die Leichenkammer sowie der Arrest blieben im Erdgeschoß des Rathausgebäudes auch weiterhin. Im Jahre 1848 wurde auch der Eingang ins Rathauserdgeschoß neu gestaltet, und es wurden zwei neue Doppeltüren angeschafft.

Im Jahre 1865 macht das Rathausgebäude eine gründliche Restauration durch. Es wird die Fassade erneuert, das Dachgebinde durchgeführt, wobei zum Austausch von Dachschindeln gegen Dachziegeln kommt. Durch den Aufbau vom Giebel – oder Feuermauer – an der südöstlichen Seite erhält das Gebäude in den Hauptzügen sein heutiges Aussehen.

In den Jahren 1957-1960 kommt zu einer Generalrekonstruktion des Rathausgebäudes. Es ist Ausdruck einer Würdigung des historischen sowie ästhetischen Wertes dieses Objektes. Aus dem Gebäudeerdgeschoß wurde die Fleischerei ausquartiert, der hölzerne Kiosk sowie andere kleine Zubauten und später auch das Objekt des ehemaligen Feuerwehrzeughauses wurden beseitigt. Im Gebäude wurde die Zentralheizung errichtet. Nach der Beendigung der Generalrekonstruktion im Jahre 1960 dient das ganze Objekt des ehemaligen Rathausgebäudes dem Bibliothekbedarf.

Das neue Gesetz über die Denkmalpflege aus dem Jahre 1958, Ausbildung der gesamtgesellschaftlichen Quellen sowie ein erhöhtes Interesse unserer Gesellschaft an der Erhaltung der historischen Kulturdenkmäler bilden den Grund einer weiteren Reparatur des Rathausgebäudes von Krásno in den Jahren 1976-1978. Bei dieser Rekonstruktion werden die Statik des Objektes, neue Elektroinstallation, Dachstuhlreparatur, Türmchendachung mit Kupferblech gesichert, und es werden auch Außen- und Innenputze angefertigt. Im Giebel der nordwestlichen Stirnseite wurde ein den Heiligen Florian – also einen gegen die Feuersgefahr schützenden Patron – dargestelltes Fresko entdeckt.

Die im Jahre 1978 beendete Rathausrekonstruktion löste aber nicht das grundsätzliche Problem der dauernden Beschädigung des Gebäudes, die durch die hochziehende Nässe sowie durch andere Einflüsse verursacht wird. Mehrfache Überschwemmungen von Kellerräumen bei Sommerregen, einschließlich von häufigen Durchdringungen aus der Stadtkanalisation, zerstörten völlig die technische Ausstattung des Kesselraumes, verursachte eine dauerhafte Feuchtigkeit im Erdgeschoß, verbunden mit Verfallen der Stirnseitemauer des Objektes zusammen mit Altan sowie mit Außentreppenaufgang. In den Jahren 1986-1989 kommt zu einer weiteren Generalrekonstruktion. Ihr Grund ist vor allem eine konsequente Grundwasserabdichtung. Ferner wurde im Zusammenhang mit dem kritischen Zustand heruntergerissen und wiederaufgebaut der Außentreppenaufgang, es wurden die verwitterten Stützsäulchen des Türmchens, Deckenbalken, Fußböden ausgetauscht, es wurden ein neuer Gaskesselraum, neue Sanitäreinrichtungen sowie eine neue Elektroinstallation aufgebaut. Durch die Instandsetzung der bisher nicht ausgenützten Dachbodenräume und durch den Aufbau eines Innentreppenaufgangs kommt zu einer Erweiterung der Betriebsräume im Gebäude. Zusammen mit der Anfertigung der Innen- sowie Außenputze wurde das St.-Florian-Fresko restauriert. Seit November 1989 dient das Rathausgebäude von Krásno wiederum der Leseröffentlichkeit.

Am 7. Juli 1997 wurden bei Überschwemmung die Kellerräume des Kesselraumes und der Teestube sowie alle Arbeitsräume im Erdgeschoß unter Wasser gesetzt. Die Überschwemmung verursachte beträchtliche Schäden am Gebäude sowie an dessen Einrichtung. Die Beseitigung von allen Folgen des hundertjährigen Wassers dauerte bis Ende des Jahres 1998. Am Anfang des Jahres 1999 rühmte sich das Gebäude des neuen Daches mit neuen Dachfenstern, mit neuem Verputz, mit der instandgesetzten Teestube sowie mit einer neuen Austattung im ganzen Erdgeschoß.